Fledermausschutz

NABU erklärt, wie man wohnungslosen Fledermäusen hilft  
 

Nachtaktive Säugetiere sind vor allem von intensiver Forst- und Landwirtschaft bedroht!

Ort - Alle 20 heimischen Fledermausarten in Baden-Württemberg stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, darunter zum Beispiel der Große Abendsegler. "Vor allem Quartiermangel und ein knappes Nahrungsangebot machen den nachtaktiven Säugetieren zu schaffen", sagt Manfred Baumeister vom NABU Süßen. Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Diese werden durch eine intensive Forst- und Landwirtschaft mit chemischen Pflanzenschutzmitteln dezimiert. Für den Tagesschlaf brauchen Großer Abendsegler und seine Artgenossen sichere Quartiere wie Baumhöhlen, Fels- und Mauerspalten oder Dachböden. Jedoch werden heute Bäume gefällt, bevor sie Höhlen haben, Mauerspalten werden abgedichtet und Dachböden verschlossen.

"Mit einem Fledermauskasten können Tierliebhaber zumindest die Wohnungsnot der geheimnisvollen Tiere lindern", sagt Manfred Baumeister. Und so hängt man diese richtig auf: Die Himmelsrichtung spielt keine Rolle, die Kästen müssen ohnehin innen zugluftfrei und dunkel sein. Die Fledermauskästen sollten nicht über längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein. Ideal wäre es, beim Aufhängen mehrerer Kästen die einen sonniger für die Übergangszeit im Frühjahr und Herbst, die anderen schattiger für den Sommer zu positionieren. Wichtig ist, dass der An- und Abflug unterhalb des -Einschlupfloches oder -spaltes frei von Hindernissen ist. Das künftige Heim der fliegenden Kobolde sollte so hoch hängen, dass die Fledermaus sich beim Start fallen lassen kann.
Die künstlichen Fledermausquartiere gibt es in zwei Varianten: als flache und bauchige Kästen. Letztere sollten im Winterhalbjahr, wenn zu erwarten ist, dass keine Fledermäuse gestört werden, da sie sich zum Winterschlaf in frostsichere Quartiere zurückgezogen haben, von Kot oder alten Nestern befreit werden. Auf keinen Fall sollten die Feldermäuse bei der Jungenaufzucht im Sommer gestört werden.

Weitere Informationen gibt es bei Manfred Baumeister.